Special Events

NEU - Live Score Ranking

(Donnerstag)

LIVE SCORE RANKING! - NEU BEI LASER GALAXY WIESBADEN!

Unser Live Score Ranking zeigt den Gästen in unserer Lounge die Platzierungen der Player während des Games in Echtzeit an!

Ein Spaß für alle Gäste und Begleitpersonen!

HALLOWEEN SPECIAL

(Freitag)

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SEE U IN THE GALAXYYYYYY!

Presse

Wiesbadener Kurier

23.02.2014 20:41

MAINZ/WIESBADEN - Mit neuen Dingen ist das ja manchmal so eine Sache: Viele Menschen haben oftmals Angst davor. Egal, ob es sich um unbekannte Situationen handelt oder um Errungenschaften der modernen Welt wie Telefon, Fernsehen oder Computer. Dr. Christine Huth-Hildebrandt vermutet, dass es diese Angst vor dem Neuen ist, die dafür sorgt, dass eine Fun-Sportart, die derzeit in der Region immer beliebter wird, von einigen eher negativ bewertet wird. Vielleicht sei aber auch einfach nur der Name unglücklich gewählt, sagt die Professorin vom Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit an der FH Frankfurt. Die Rede ist von Lasertag. Ein Spiel, welches ursprünglich vom US-Militär zu Trainingszwecken entwickelt wurde und dementsprechend irgendwie an Kriegsspiele erinnert.

Bei Lasertag geht es darum, die Mitspieler, die eine Weste mit speziellen Sensoren tragen, mittels eines Infrarotstrahls zu treffen, um damit Punkte zu erzielen. Zu sphärischer Musik wird in einer abgedunkelten Halle gespielt. Stellwände fungieren als Hindernisse, hinter denen man sich verstecken und anschleichen kann. Für ein futuristisches Ambiente sorgen fluoreszierende Reflektoren an den Wänden, die mit Schwarzlicht bestrahlt werden.

Wird Gewalt bagatellisiert?

„Damit unterscheidet sich unsere Arena deutlich von einer Lasergame-Arena“, erklärt Andreas Djassemy, Assistent der Geschäftsführung der Lasertag GmbH Frankfurt, die seit Oktober eine Anlage in Mainz-Weisenau betreibt. Bei Lasergame, einer Variante des Spiels, sei das Ambiente eher postapokalyptisch. So spielt man in Berlin zum Beispiel auf einem Außengelände, die Hindernisse sind hier alte Ölfässer und ausgebrannte Autos. Die Waffe – eine Art Laserpointer – mit dem auf die Stirnbandmarkierung der Mitspieler gezielt wird, erinnert stark an ein Sturmgewehr mit Zielfernrohr. Das ruft natürlich gerade im Zeitalter von Killerspielen, deren Wirkung immer wieder im Zusammenhang mit Amokläufen diskutiert wird, Ängste hervor. Und es stellt sich die Frage, ob Lasertag womöglich Gewalt bagatellisiert?

„Wir wollten deshalb mit unserer Ausstattung und Ausrüstung soweit wie möglich von allem weg, was an Gewalt erinnert“, sagt Menekse Metin, Inhaberin von Laser-Galaxy in Wiesbaden. Die Anlage, die im Juli vergangenen Jahres eröffnet wurde, ist aus diesem Grund sehr futuristisch „à la Star Wars“ gestaltet. Graffitikünstler haben Planetenbilder an die Wände der Halle gesprüht und es gibt spezielle Light-Shows.

Auch die Lasertag GmbH in Mainz will mit einem futuristischen Ambiente möglichst keine Assoziationen zu Krieg und Gewalt hervorrufen. Der sogenannte Phaser erinnert hier vom Design her eher an ein Spielzeug. Dennoch zielt man damit auf die Mitspieler – wenn auch nur mit einem Lichtstrahl. Aus Gründen des Jugendschutzes hat die Stadt Mainz die Altersgrenze auf 16 Jahre festgelegt – in Wiesbaden dürfen bereits Kinder ab zwölf in Begleitung einer erwachsenen Aufsichtsperson spielen. „Unsere Beurteilung basiert auf Empfehlungen des Landesjugendamtes Rheinland-Pfalz“, erklärt Ralf Peterhanwahr von der Pressestelle der Stadt Mainz diese Bewertung.

Stressabbau oder jugendgefährdend?

Das Landesjugendamt RLP schätzt Lasertag als jugendgefährdend ein – allerdings ohne die beiden Lasertag-Arenen in Mainz jemals besucht oder getestet zu haben. In der Begründung heißt es: „Die Teilnahme am Lasertag stellt eine Gefährdung für das geistige und seelische Wohl von Kindern und Jugendlichen dar. Das Ziel des Spiels ist es, die menschlichen Gegner mit Hilfe einer maschinenpistolenähnlichen Schusswaffe (Laserzielgerät) zu treffen. Dadurch werden unmittelbare Assoziationen zu realen Kampf- oder Kriegshandlungen bei jugendlichen Teilnehmern geweckt.“

Christine Huth-Hildebrandt ist dagegen zu einer ganz anderen Einschätzung gekommen. Die Professorin hat ein Gutachten zum Thema Lasertag erstellt und dazu die Lasertag-Arena in Frankfurt viele Male besucht, um die Spieler zu beobachten und zu befragen. „Es ist faszinierend zu sehen, wie die Kinder beim Lasertag in eine andere Welt abtauchen und allen Stress abwerfen“, so die 63-Jährige. Die Wissenschaftlerin hält den neuen Fun-Sport deshalb gerade für Jugendliche in der Pubertät für sehr geeignet – vor allem, weil er eine Alternative zu klassischen Jugendzentren ist, die allerorts in der Krise stecken, weil die Angebote schlichtweg zu langweilig sind. „Lasertag ist ein modernes Räuber-und-Gendarm-Spiel, bei dem man alle Sorgen und Probleme vergessen kann. Und weil im dunklen Raum gespielt wird, ist es plötzlich völlig uninteressant, wie man aussieht und wer man ist“, Christine Huth-Hildebrandt.

Keine Probleme mit Behörden in Wiesbaden

Dass Lasertag perfekt für diese Altersgruppe ist, findet auch Menekse Metin. Weil es ihrer Meinung nach in Wiesbaden nur sehr wenig Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche gibt, ist sie auf die Idee gekommen, eine Lasertag-Halle in der hessischen Landeshauptstadt zu eröffnen. Probleme mit den Behörden hatte sie nicht. „Gerade die Zwölfjährigen strömen herbei und die Eltern sind begeistert, weil sie sich freuen, dass es endlich mal ein Angebot gibt, das die Kinder interessiert. Und die meisten spielen sogar selbst mit.“

„Durch die futuristische Gestaltung der Waffen und Halle kann nicht darauf geschlossen werden, dass Jugendliche zwischen Spiel und Realität differenzieren können“, warnt jedoch das rheinland-pfälzische Landesjugendamt, das sich mit seinen Bedenken auf Zeitungsartikel in der Offenbach-Post und der Rhein-Zeitung stützt, in denen die Autoren beschreiben, wie sie in das Spiel abtauchen. Die dem Spiel innewohnende Tendenz zur Bejahung oder Bagatellisierung von Gewalt habe eine Auswirkung auf die allgemeine Wertvorstellung und das Verhalten in der Gesellschaft. Christine Huth-Hildebrandt hat dagegen beobachtet, dass die Kinder das Spielfeld meist mit roten Backen und strahlenden Gesichtern verlassen. Von Aggressivität sei nichts zu spüren. Und sie lobt den sportlichen Aspekt: „Die Kinder sausen rum, und sie bewegen sich viel mehr als sonst. Nach 20 Minuten Spieldauer sind sie meist fix und fertig.“ Außerdem lernen sie Fairplay. Es käme nämlich vor allem drauf an, im Spiel miteinander zu kommunizieren. Das bestätigt auch Lasertag-Arenaleiter Pascal Böhnlein aus Mainz: „Gute Spieler erkennt man daran, dass sie sich absprechen. So werden Teamfähigkeit und Taktik geschult – genauso wie bei anderen Sportarten auch.“

„Ein Vater-Sohn-Ding“

Während in den USA Lasertag längst zu einem Familiensport geworden ist – „das ist so ein Vater-Sohn-Ding“, erklärt Andreas Djassemy – und dort sogar Fünf- bis Siebenjährige spielen, entdecken auch bei uns immer mehr Familien ihre Freude an dem Fun-Sport. Viele Kinder spielen gemeinsam mit ihren Eltern oder Großeltern. „Im Dunkeln verschwindet eben auch der Altersunterschied“, hebt Christine Huth-Hildebrandt, den Vorteil des generationenübergreifenden Konzeptes hervor.

Und Geoffrey Thompson, bei der Lasertag GmbH Frankfurt für Kommunikation zuständig, erzählt, wie er einmal eine kritische Mutter überzeugt hat: „Das ist wie Fangenspielen in Kombination mit Fitnessstudio.“ Die Frau, die anfangs noch abfällig von einer „Ballerbude“ gesprochen hatte, war nach einer Runde Lasertag mit ihrem Kind genauso begeistert, wie die städtische Delegation, die der Arena in Hanau einen Besuch abstattete. Auch dort hatte es nämlich – wie in Mainz – Vorbehalte gegen das Spiel gegeben. Die Dezernenten ließen sich in Hanau jedoch vom Spaß überzeugen und erteilten hier die Altersfreigabe ab 12 Jahren.